Kategorien & Angebote

Schweißzusatzwerkstoffe

Elektroden und Schweißdrähte sind essentielle Schweißzusatzstoffe

Elektroden und Schweißdrähte sind essentielle Schweißzusatzstoffe, deren Eigenschaften sich direkt auf auf die Qualität und vor allem das Aussehen der hergestellten Schweißnähte auswirkt. Bei den Schweißzusatzstoffen spielen Eigenschaften wie das Abbrandverhalten, die Verschweißbarkeit in Zwangslagen oder auch mechanische Gütewerte eine wesentliche Rolle. Professionelle Arbeitsergebnisse lassen sich nur dann erzielen, wenn die Qualität der verwendeten Zusatzwerkstoffe stimmt.

321 Artikel gefunden
Sortieren

Verschiedene Typen von Stabelektroden zum Elektroschweißen

Stabelektroden zum Elektroschweißen gibt es mit sehr vielen verschiedenen Umhüllungen. Diese Umhüllungen, die zum größten Teil aus organischen Bestandteilen bestehen, dienen dazu, beim Verbrennen im Lichtbogen ein Schutzgas zu erzeugen. Das Schutzgas wird benötigt, um die Schweißstelle vor Einflüssen durch die Umgebungsluft zu schützen.

Von der Art dieser Umhüllung hängt der Abschmelzcharakter der Stabelektrode ab. Auch die Gütewerte des Schweißgutes werden von der Stabumhüllung stark beeinflusst. Zum Schweißen von unlegierten Stählen verwendet man unterschiedlich ausgeführte Umhüllungstypen. Hierbei unterscheidet man zwischen sogenannten Grundtypen und Mischtypen. Um die Stabelektroden auseinanderhalten zu können, werden Buchstaben für die verschiedenen Bezeichnungen eingesetzt, welche wiederum für englische Begriffe stehen. Der Buchstabe A beispielsweise steht für acid, das B für basic, das C für cellulose und das R für rutile. Die stärkste Rolle in Deutschland spielt dabei der Typ Rutil. Die Umhüllungen gibt es bei der Stabelektrode Rutil in den Ausführungen Dünn, Mittel und Dick. Rutilelektroden tragen zur besseren Unterscheidung von anderen Elektrodentypen die Bezeichnung RR.

Bei Elektroden, welche legiert oder hochlegiert sind, gibt es diese verschiedenen Typenbezeichnungen nicht. Stabelektroden, die zum Schweißen nichtrostender Stähle verwendet werden, sind nur als Rutilelektroden oder basische Elektroden erhältlich. Ähnlich verhält es sich bei Elektroden, die zum Schweißen warmfester Stähle eingesetzt werden. Allerdings sind hier auch rutil-basische Mischelektroden erhältlich, die aber nicht unbedingt als solche ausgewiesen werden. Häufig findet man solche Elektroden dort, wo gute Schweißeigenschaften auch in Zwangslagen gefragt sind. Stabelektroden, die zum Schweißen hochfester Stähle eingesetzt werden, gibt es nur mit basischer Umhüllung.

Zum Autogenschweißen eingesetzte Autogenschweißstäbe

Das Autogenschweißen wird fachlich korrekt auch als Gasschmelzschweißen bezeichnet. Der Begriff Autogenschweißen entstand aus der Tatsache, dass außer der Metallschmelze selbst keine weiteren Stoffe beim Schweißvorgang mitwirken. Bei einer neutralen Einstellung des Brenners wird der Schweißstelle beziehungsweise der Flamme nur soviel Sauerstoff zugeführt, wie für die Verbrennung des Gases benötigt wird. Dadurch entsteht eine Abschirmung des Schweißbades von äußeren Einflüssen, beispielsweise durch Sauerstoff. Zum Schweißen verschiedener Stähle ohne Legierung jedoch werden oft Autogenschweißstäbe eingesetzt, die aus verschiedenen Grundwerkstoffen bestehen können. Solche Schweißzusatzwerkstoffe in Form von Autogenschweißstäben können zum Beispiel aus niedriglegiertem Stahl bestehen und eignen sich als Schweißgut für Betriebstemperaturen von bis zu etwa 350 °C. Autogenschweißstäbe, welche aus niedriglegiertem, molybdänhaltigem Stahl bestehen, werden zum Schweißen warmfester Stähle eingesetzt und eignen sich für Betriebstemperaturen von bis zu etwa 525 °C. Die Schweißstäbe für das Autogenschweißen sind in unterschiedlichen Durchmessern und Längen erhältlich. Sie können zum Schweißen von dünneren Blechen sowie verschiedenen Stahlrohren eingesetzt werden. Auch zum Schweißen von Stahlrohren für eine Druckbeanspruchung oder kreisförmigen Rohren aus unlegiertem Stahl eignen sich die Elektroden je nach Ausführung. Hochwertige Schweißstäbe eignen sich für den Einsatz mit weniger dünnfließendem Schweißgut und weisen eine geringe Spritzerbildung auf. Auch Gasschweißstäbe mit zähfließendem Schweißgut sind erhältlich. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass beim Schweißen keine Spritzer auftreten. Unterschieden wird hier zwischen Gasschweißstäben mit unterschiedlichen Kennzeichnungen. Stets beachtet werden sollte beim Schweißen mit Autogenschweißstäben die Einstellung der Schweißflamme, bei der das Mischungsverhältnis aus Schweißgas und Sauerstoff eine wichtige Rolle spielt.

Schweißdraht als Verbrauchsmaterial für das Schutzgasschweißen

Der Schweißdraht übernimmt beim Schweißen mit Schutzgas die Aufgabe, Werkstücke miteinander zu verbinden, er stellt beim Schweißprozess die Elektrode dar. Der Schweißdraht gilt als Schweißzusatzwerkstoff beziehungsweise Verbrauchsmaterial. Normalerweise wird er von einer Spule innerhalb des Schweißgerätes abgerollt. Der Vorschub erfolgt kontinuierlich durch einen Motor mit einer einstellbaren Geschwindigkeit. Zusätzlich zum Schweißdraht wird der Schweißstelle ein Schutzgas aus Kohlendioxid, Argon oder einem Mischgas zugeführt. Dieses Schutzgas soll das Oxidieren des flüssigen Metalls verhindern, während der Schweißvorgang erfolgt. Schweißdrähte für das Schutzgasschweißen gibt es mit verschiedenen Durchmessern, die häufig zwischen 0,8 und 1,2 mm betragen. Vereinzelt werden auch Drähte mit höheren Durchmessern verwendet.

Materialien wie beispielsweise Mangan-Hartstahl, Baustahl oder Stahlguss werden meist mit Schweißdrähten aus Chrom-Silizium-Stahl verschweißt. Dabei können die Anteile der verschiedenen Materialien variieren. So enthalten Schweißdrähte mit der Bezeichnung SG 1 etwas geringere Anteile der Stoffe Silizium und Mangan. Als höherwertiger gelten Schweißdrähte mit den Bezeichnungen SG 2 sowie SG 3, welche wiederrum höhere Anteile dieser Stoffe enthalten.

Anderer Schweißdraht wird für das Verschweißen von Aluminiumlegierungen eingesetzt. In der Regel handelt es sich hierbei um Schweißdrähte aus speziellen Aluminium-Silizium-Verbindungen beziehungsweise Aluminium-Mangan-Verbindungen. Außerdem wird als Schutzgas Argon statt des sonst häufig eingesetzten Kohlendioxids verwendet. Dies ist auch dann der Fall, wenn Schweißdraht aus Chrom-Nickel-Stahl zum Verschweißen von austenitischen Stählen sowie kaltzähen und nicht rostenden Materialien verwendet wird. Sehr wichtig ist es also, den korrekten Schweißdraht für jedes Material auszuwählen und gegebenenfalls auch das Schutzgas anzupassen.

Lote, Flussmittel und wichtige Auswahlregeln für diese

Auch Lote und Flussmittel gehören zu den wichtigen Zusatzwerkstoffen, für die spezielle Auswahlregeln gelten, welche zumindest bei den Schweißzusätzen fast immer werkstoffspezifisch sind. Die Zusammensetzung der zu verschweißenden Grundwerkstoffe ist es, welche grundlegend auch für die Zusammensetzung der Schweißzusätze gilt. Etwas anders sieht dies bei den Loten aus. Hier ist es so, dass in den meisten Fällen ein Lot für viele verschiedene Werkstoffe verwendet werden kann. Hier spielen Aspekte wie der Behandlungszustand der Grundwerkstoffe, auftretende Belastungen an den Verbindungsstellen, die Weiterverarbeitung der Werkstücke sowie Betriebstemperatur und Betriebsdruck eine wesentliche Rolle. So muss zum Beispiel das Lot einen tieferen Schmelzpunkt besitzen als der Grundwerkstoff. Außerdem sollte die Erwärmung durch das Löten nicht den Zustand der Werkstücke in negativer Weise beeinträchtigen. Sehr schnell kann dies zum Beispiel passieren, wenn das Werkstück keine gleichmäßige Erwärmung über die Gesamtlänge der entsprechenden Lötstelle verträgt.

WIG-Schweißstäbe als Zusätze zum WIG-Schweißen

Das WIG-Schweißen kann sowohl mit als auch ohne Zusatzwerkstoffe erfolgen. Stabförmige Zusätze kommen meist in Form von speziellen WIG-Schweißstäben zum Einsatz. Hier kann es zu gefährlichen Verwechslungen mit Gasschweißstäben kommen, welche unbedingt vermieden werden sollten. Die chemischen Zusammensetzungen beider Arten von Schweißstäben unterscheiden sich wesentlich voneinander. WIG-Schweißstäbe werden zum Beispiel zum Schweißen von un- oder niedriglegierten Baustählen eingesetzt. Der Bau von Schiffen, Druckbehältern sowie der Stahlbau stellen typische Anwendungsbereiche dieser Schweißzusatzstoffe dar. Zum Verbindungsschweißen nichtrostender und hitzebeständiger Stähle werden hingegen entsprechende Schweißstäbe für Edelstahl verwendet. Diese können auch für korrosionsbeständige Auftragsschweißungen sowie das Verbindungsschweißen von artverschiedenen Stählen eingesetzt werden. Die Drahtelektroden aus austenitischem Chrom-Nickel-Manganstahl besitzen einen niedrigen Kohlenstoffgehalt und eignen sich zum WIG- sowie MIG/MAG-Schweißen verschiedener Stähle für Betriebstemperaturen von bis zu 300 °C.


Zahlungsmöglichkeiten
Unsere Versandpartner
Soziale Netzwerke
Nach oben