Kategorien & Angebote

Schweißdraht

Schweißdrähte dienen als Zusätze bei vielen unterschiedlichen Schweißprozessen. Im Gegensatz zu Schweißstäben werden sie als Endlosrolle aufgewickelt verkauft.

86 Artikel gefunden
Sortieren

Schweißdraht zur genauen Kontrolle des Schweißergebnisses

Im Einsatz selbst wird Schweißdraht in der Regel vom Schweißgerät mit einer an den Prozess angepassten Geschwindigkeit kontinuierlich abgewickelt und dem Schweißbad zugefügt. Darin unterscheiden sie sich von Schweißstäben, die in handlichen Stücken genutzt und regelmäßig ersetzt werden müssen, und von WIG – Elektroden, die beim Schweißprozess nicht abschmelzen. Ein zweiter wichtiger Auswahlfaktor neben der Geschwindigkeit ist der Fülldrahtdurchmesser. Die richtige Kombination beider Faktoren bezüglich der vorgesehenen Schweißlage ist von großer Wichtigkeit.

Wofür wird Schweißdraht verwendet?

Schweißdrähte kommen beim Schutzgasschweißen, also bei MIG / MAG – Schweißverfahren zum Einsatz. Dabei erfüllen sie gleichzeitig die Rolle der Elektrode und die des Zusatzwerkstoffes, indem sie beim Schweißprozess permanent abschmelzen und sich mit den Grundwerkstoffen verbinden. Viele Schweißprozesse benötigen zusätzlichen Werkstoff, damit eine stabile Schweißnaht erzeugt werden kann. Sie ersetzen den Luftraum, der beim Stoß der beiden Festkörper noch vorhanden war, und verhindern so eine Schwächung und Verdünnung des Endprodukts im Bereich der Naht.Zusätzlich zur reinen Auffüllfunktion haben Schweißdrähte außerdem die Aufgabe, die Schweißnaht gegen während der Abkühlphase auftretende, belastenden Umwelteinflüsse zu schützen. Das ist besonders wichtig, wenn durch einen langsamen Abkühlprozess die Schutzgasschicht schon vor dem vollständigen Auskühlen verflogen ist. Zum Schutz werden beispielsweise zusätzliche Sonderlegierungen verwendet oder andere Schutzelemente, wie zum Beispiel TiO₂ zu Schlackenbildung, verwendet.

Worin unterscheiden sich unterschiedliche Schweißdrähte?

Schweißdraht wird in der Regel in einer an die zu verrichtende Schweißarbeit angepassten Legierung verwendet. Das sorgt für eine optimale Verbindung des Zusatzwerkstoffes mit den Ausgangskörpern und verbessert damit das Ergebnis der Schweißung. Ein Beispiel für eine solche Speziallegierung ist der TECHNOLIT MSG Agrar Dur 700 – Schweißdraht. Dieser hochwertige Draht ist speziell für die Verschleißminderung an stark beanspruchten Kanten von Pflügen, Baggern und anderen erdbearbeitenden Maschinen aufgeschweißt. Dabei zeichnet er sich in den für diesen Anwendungsfall wichtigen Parametern wie Abrieb- und Bruchfestigkeit besonders aus und lässt sich gleichzeitig mit einer gleichbleibend hohen Oberflächengüte flächendeckend auftragen. Vergleichbare Sonderdrähte gibt es für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungsfälle. Im Allgemeinen wird bei Schweißdrähten zwischen zwei Arten unterschieden, den Massivdrahtelektroden und Fülldrahtelektroden. Erstere unterscheiden sich dabei von massiven Drähten durch eine spezielle Zusatzfüllung, die den Schweißprozess aktiv beeinflusst. So gibt es beispielsweise Metallpulverfülldrähte, die die Spritzneigung während des Schweißens erheblich verringern. Andere Füllungen bilden eine Schlacke aus, die sich auf der Schweißnaht absetzt und sie somit besonders vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt, die die Naht bei der Abkühlung negativ beeinflussen würden. Ein beispielhafter Fülldraht ist der HYUNDAI Supercored 308L Fülldraht mit Rutilfüllung. Diese wirft eine schnell verfestigende Schlacke aus und ermöglicht gleichzeitig ein spritzärmeres Arbeiten. Ihre spezielle Werkstoffkomposition und die Füllung ermöglichen so das Verarbeiten von Edelstählen und verschiedensten hochlegierten Stählen.

Dennoch darf man nicht denken, massive Schweißdrähte ohne Füllung seien von vorneherein nur für simplere Aufgaben geeignet. Auch diese Drähte sind durch ausgereifte Werkstofflegierungen und verschiedene Beschichtungen für zahlreiche Schweißarbeiten geeignet. Der TECHNOLIT TS SG Premium Schweißdraht ist beispielsweise ein solider Schweißzusatz für niedrig- und mittellegierte Stähle und eignet sich für vielseitige Schweißarbeiten im Stahlund Konstruktionsbau. Dabei zeichnet er sich durch sauberste Nähte und geringe Schweißgasemission aus, für die eine spezielle Beschichtung sorgt. Egal, welchen Draht man jedoch verwendet, es ist weiterhin besonders wichtig, einen an den Draht, die Werkstoffe und die Umgebung angepassten Schutzgasstrom zu verwenden. Zwar können manche Füllungen die Verwendung von Schutzgas unnötig machen oder zumindest die Anforderungen an das Gas erheblich verringern, in den meisten Fällen ist der Einfluss des Schutzgases auf das Ergebnis jedoch immens.

Wichtige Vorteile der Verwendung von Schweißdrähten

Ein genereller Vorteil von Schweißdrähten ist ihre Länge. Da die Zuführung prozessangepasst automatisch abläuft, ermöglicht das Verwenden von Schweißdrähten das Erzeugen langer Schweißdrähte ohne ständiges Unterbrechen zum Elektrodenaustausch. Damit sind die Schweißnähte von weitaus höherer Qualität, da jede Unterbrechung eine potentielle Schwächung der Verbindung bedeutet. Außerdem verringert sich bei häufigem oder automatisiertem Schweißen die Rüstzeit deutlich, wenn für einen andauernden Prozess die Elektrode nicht ständig erneuert werden muss. Ein weiterer Vorteil ist die bereits erwähnte Vielseitigkeit. Durch die Anpassbarkeit an verschiedenste Verwendungssituationen, Schweißpositionen und Zwangslagen finden sich für jede Schutzgasschweißarbeit ein Draht, der das Ergebnis optimiert.


Zahlungsmöglichkeiten
Unsere Versandpartner
Soziale Netzwerke
Nach oben